KI-gestützte BizTalk-Migration nach AZURE Integration Services (AIS)

Webinar-Aufzeichnung vom 3. Juni 2026

Der Support für den Microsoft BizTalk Server läuft aus. Für KMU und Grossunternehmen ist das weit mehr als eine Pflichtaufgabe – es ist eine strategische Weichenstellung.

Historisch gewachsene, geschäftskritische Integrationslandschaften müssen jetzt zukunftssicher aufgestellt werden. Der logische Schritt führt zu den Azure Integration Services (AIS). Doch solche Migrationsprojekte gelten oft als Budgetfresser: Sie sind langwierig, fehleranfällig und binden wertvolle IT-Ressourcen. Zudem stellt sich die Frage: Sollen alte Workarounds mit in die Zukunft geschleppt werden? Sind die bisherigen Abläufe auch in der neuen Cloud-Welt noch valide? Jetzt ist der Moment, bestehende Prozesse und Abläufe auf den Prüfstand zu stellen und den Migrationsprozess zu planen.

Dieses Webinar fokussierte auf den technischen Teil der Migration. Wir zeigten praxisnah, wie Sie den Wechsel von BizTalk nach AIS effizient meistern und dabei bis zu 50 % der Projekttage bei Ihrer BizTalk-Migration einsparen. Erfahren Sie, wie Sie mit dem KI-gestützten Tool NSYNC BizTalk:Migrator (alias NSYNC AIS:Generator) die Transformation der BizTalk-Komponenten nach AIS automatisieren, damit den manuellen Aufwand minimieren, Migrationsrisiken senken und Ihre Schnittstellen standardisiert und richtlinienkonform überführen.

Möchten Sie den gesamten technischen Migrationsprozess und das Monitoring-Dashboard in Aktion sehen? Starten Sie direkt die Video-Aufzeichnung des Webinars.

Drei Migrationspfade im strategischen & technischen Vergleich

Unter der Moderation des NSYNC Co-Founders Tommy Bauhammer – seit über 25 Jahren profunder Kenner der Microsoft-Integrationswelt (von BizTalk 2000 bis AIS) – wurden im Webinar drei wesentliche Cloud-Strategien analysiert:

Quantitativer Benchmark (Szenario: Enterprise-Infrastruktur mit 100 Schnittstellen)

Metrik / Kriterium Klassische Neuentwicklung Microsoft BTS Migrator NSYNC BizTalk:Migrator
Automatisierungsgrad 🔴 5 % 🟡 30–50 % 🟢 80–95 %
Analyseaufwand 🔴 Sehr hoch 🟡 Mittel 🟢 Niedrig
Entwicklungsaufwand 🔴 Sehr hoch 🟡 Mittel 🟢 Sehr niedrig
Musterbasiertes Laufzeit-Design 🔴 Nein (Manuell) 🟡 Fragmentiert 🟢 Ja (Pub/Sub nativ)
Integriertes Prozess-Monitoring 🔴 Nein 🔴 Nein 🟢 Ja (NSYNC SYMON DPM)
Technischer Umsetzungsaufwand 🔴 500–800 MT 🟡 400–600 MT 🟢 200–300 MT
FTE-Bedarf (Projektteam)* 🔴 10 🟡 8 🟢 4

*Hinweis für das PMO: Beim FTE-Bedarf ist der notwendige Overhead für Projektmanagement und Business-Verantwortliche für die End-to-End-Validierung bereits voll eingerechnet.

Der traditionelle Ansatz sieht eine vollständige manuelle Analyse und Dokumentation der bestehenden BizTalk-Landschaft vor, gefolgt von einer kompletten Neuprogrammierung in AIS.

  • Für den CEO:

    • Grosse Abhängigkeit von raren Spezialisten.

    • Unkalkulierbare Projektlaufzeiten.

    • Hohes operatives Risiko während der Umstellung.

  • Für den Techniker:

    • Volle Kontrolle über jede Zielkomponente.

    • Extrem repetitiver, fehleranfälliger Greenfield-Entwicklungsaufwand.

Microsoft empfiehlt über Konvertierungswerkzeuge einen teilautomatisierten Migrationspfad. Das Tool liest isolierte Artefakte (Mappings, Ports, Pipelines, Orchestrations) aus und generiert daraus Azure-Komponenten.

  • Für den CEO:

    • Beschleunigte Analysephase.

    • Unklare Folgekosten, da keine schlüsselfertigen End-to-End-Prozesse entstehen.

  • Für den Techniker:

    • Das Tool liefert lediglich fragmentierte Einzelkomponenten (vorwiegend Logic Apps Standard).

    • Diese müssen anschliessend in Azure manuell zu einer logischen Sequenz und einem funktionierenden Datenfluss zusammengefügt werden.

    • Viele Artefakte erfordern weiterhin eine manuelle Neuerstellung.

Der NSYNC BizTalk:Migrator schliesst die Lücke des Microsoft-Ansatzes durch ein holistisches, KI-basiertes Konzept.

  • Für den CEO:
    • Hoher Automatisierungsgrad von 80 % bis 95 %.
    • Stark verkürzte Time-to-Market.

    • Bis zu 50 % Einsparung bei den technischen Projekttagen.

  • Für den Techniker:

    • Generierung von sauberem, nativem Cloud-Code (wahlweise Azure LogicApps oder Azure FunctionApps).

    • Automatisierter Einbau von Prozess-Monitoring für den Betrieb.
    • Schnittstellen nach etablierten AIS Enterprise-Architekturmustern.

Statt loser Fragmente erzeugt das Tool voll funktionsfähige, durchgängige Schnittstellen auf Basis standardisierter Design-Patterns und bindet diese direkt an ein Prozess-Monitoring an.

Die Tool-Architektur: Wie die KI den qualitativen Sprung schafft

Für Integrations-Architekten und Tech-Leads teilt sich die Engine des NSYNC BizTalk:Generators in drei transparente Phasen:

1. Input: Flexibler Source-Import

Um eine BizTalk-Applikation vollautomatisch zu erfassen, benötigt die Engine lediglich die vorhandenen Sourcen.

  • Die exportierte MSI-Datei der Anwendung.
  • Die zugehörigen Bindings (Ports & Zuordnungen).
  • Der eigentliche Source Code (Visual Studio Solution inkl. Pipelines, Maps & Schemas).

Es ist keine vorgelagerte Code-Bereinigung notwendig. Nicht benötigte Prozesse können im NSYNC BizTalk:Migrator ausgeschlossen werden.

Zusatz-Feature für hybride Landschaften: Über Excel-Spezifikationen oder einen integrierten grafischen Interface Designer können parallel neue Cloud-Schnittstellen entworfen werden, die völlig unabhängig von Altsystemen existieren.

2. Engine: Cloud-Architektur nach dem On-Premises-Vorbild (Pub/Sub)

Klassische BizTalk-Architekturen entkoppeln Systeme über eine zentrale MessageBox nach dem Publish/Subscribe-Prinzip. Nachrichten suchen sich ihren Weg über Filter und Abonnements eigenständig durch die Plattform, statt hart verdrahtet zu sein.

Der NSYNC BizTalk:Migrator (AIS:Generator) spiegelt dieses bewährte Enterprise-Muster eins-zu-eins in der Cloud. Durch ein innovatives AIS Runtime Design Pattern wird eine Pub/Sub-Architektur auf Basis von Azure Service Bus Topics und Azure Blob Storage aufgebaut. Empfangs-, Verarbeitungs- und Versandkomponenten agieren vollkommen entkoppelt. Das garantiert maximale Stabilität und sorgt dafür, dass die Logik der ursprünglichen Umgebung exakt beibehalten wird.

3. Output: Clean Code & DevOps-Readiness

Aus den importierten Strukturen generiert der NSYNC BizTalk:Generator (AIS:Generator) binnen Sekunden Azure-nativen Code, unabhängig der Anzahl Schnittstellen.
Architekten haben die Wahl zwischen grafischen Workflows für Azure Logic Apps oder hochperformantem C#-Code für Azure Function Apps.
Die umgebungsabhängigen Parameter (App Settings für Dev, Test, Prod) werden sauber separiert, um sie via Azure DevOps/GitHub Pipelines sicher über den Azure Key Vault anzubinden.

Technische Live-Demo: End-to-End-Migration einer "Sales Order Entry"-Applikation

Den Kern des Webinars bildete eine Live-Demonstration durch Andreas Conrad (Architekt Produktentwicklung) und Dr. Plamen Petrow (Entwicklungsleiter).

Das Demo-Szenario

Migriert wurde eine funktionale Enterprise-Applikation mit folgender Topologie:

  • Receive Port (RP_Inbound): Verarbeitet zwei parallele Zuläufe
    • System A liefert via Datei-Adapter (File).
    • System B liefert per HTTP-Schnittstelle.
    • Beide laufen über die Standard-XML-Receive-Pipeline von BizTalk zusammen.
  • Send Port 1 (Archiv): Filtert auf den Receive-Port-Namen.
    • Greift sich jede eingegangene Nachricht ab.
    • Archiviert diese unverändert im Dateisystem.
  • Send Port 2 (System C): Nutzt einen HTTP-Adapter und enthält eine Outbound Map.
    • Die Nachricht wird vor dem Verlassen der Integrationsplattform nach den Vorgaben des Zielsystems C transformiert.

Der Migrationsprozess im Schnelldurchlauf

  • Paketierung: MSI, Bindings und Source Code werden als ZIP auf den Generator hochgeladen.

  • Parsing & Extraktion: Die Engine konvertiert die Daten asynchron in ein standardisiertes Format. Binnen Sekunden meldet das System die erfolgreiche Extraktion von 4 Schnittstellenverbindungen, 2 Maps, 4 Schemas und 2 Pipelines.

  • Topologie-Auswahl im Interface Designer: Der Entwickler sieht den exakten Datenfluss grafisch aufbereitet. Hier wird die logische Zuordnung der FunctionApps und/oder LogicApps (z.B. sortiert nach Entitäten oder Systemen) flexibel bestimmt.

  • Code-Generierung & Deployment: Mit einem Klick wird die vollständige Visual Studio .NET-Solution inklusive aller C#-Klassen und Einbau des Prozess-Monitorings generiert und direkt in die Azure-Laufzeitumgebung deployt.

Das Ergebnis: Volle operative Transparenz in SYMON DPM

Nach dem Deployment senden die Azure Functions in Echtzeit Telemetriedaten an das integrierte Prozess-Monitoringtool N:SYNC SYMON DPM. Im Dashboard des Betriebsteams (Operations) ist die gesamte Prozess-Kette sofort sichtbar: Vom erfolgreichen Empfang über die korrekte Ausführung des Mappings (inklusive vollständiger Vorher-Nachher-Einsicht in die XML-Nutzdaten) bis hin zur Archivierung und dem finalen Versand.

Sollte im Live-Betrieb ein Fehler auftreten, erlaubt das Dashboard eine schnelle Fehlerqualifizierung sowie ein direktes, fehlerfreies Reprocessing (Wiederanstarten) per Klick.

Weiterführende Materialien

Möchten Sie den gesamten Migrationsprozess und das Monitoring-Dashboard in Aktion sehen? Starten Sie direkt die Video-Aufzeichnung des Webinars.

Gerne stellen wir Ihnen auf Anfrage unser Whitepaper "BizTalk Migration nach AIS" zu.
Dieses Whitepaper bietet einen vollständigen Überblick aller notwendigen Arbeiten die vor und nach der technischen Migration stattfinden müssen.

Planen Sie die Ablösung Ihrer On-Premises-Integrationsplattform oder möchten Sie den NSYNC BizTalk:Migrator (AIS:Generator) in einer Live-Demo erleben?
Unser Team berät Sie gerne strategisch, architektonisch und fachlich.

Nehmen Sie Kontakt auf

Ihr Ansprechpartner:
Tommy Bauhammer | Tommy.Bauhammer@nsync.ch | +41 76 564 61 18 | Kontaktformular